Velo parkt mit Gleisanschluss

VELOP.CH

Autoleihsysteme am Bahnhof – was ist davon zu halten?

ÖV und Veloverkehr hat die Baisse während des Autobooms in den 60er bis 80er Jahre inzwischen überlebt und kommt auf den Stand der Gründerzeit. Die wirkliche Revolution wäre, wenn zeitnah ÖV und Veloinfrastruktur ausgebaut würde. Es kostet leider, weil überall inzwischen viel Beton daliegt.

Die Zeit ist reif für das konfortable Veloparking mit Gleisanschluss und 1. Klasse-Angebote für den innerstädtischen ÖV. Das Kombiangebot SBB Green Class Auto inklusive liegt völlig quer in der Landschaft und verdrängen schwache, ur-urbane Verkehrsteilnehmer nicht nur politisch, rechtlich, ökonomisch, sondern in der Konsequenz auch räumlich.

Grössere Städte der Schweiz weisen in 5-Gehminutendistanz zum Bahnhof ein Überangebot an Autoabstellplätzen auf. In die leer gewordenen Parkfelder im UG gehören Leihautos hin. Mikroökonomisch betrachtet: Betritt ein Reisender den Weg in die Anrainerquartiere hilft wiederum den Quartierläden, welche durch 8-20h-Shops auf Bahnhofareal schon so bedroht sind. Es sind längst nicht mehr Schmuddelangebote am Hinterausgang, sondern Quartierläden, welche den Ort lebenswert machen.

Fazit: Egal ob Mobility-Angebot, Carsharing und Kobmiangebot SBB Green Class, das Auto mit Gleisanschluss parken ist ein Anachronismus. Seit Jahren ist bei grossen Bahnhöfen ein Mangel an Veloabstellplätzen zu beklagen, darüber hinwegtäuschen kann auch ein Velo auf dem Hochglanzprospekt nicht.

Geschrieben von VELOP.CH am Donnerstag Mai 11, 2017

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