Velo parkt mit Gleisanschluss

VELOP.CH

Übersicht für margarethenbrücke

Basler Velokonzept

Das Basler Parlament gab 2010 grünes Licht für mehr kommerzielle Nutzung am SBB, verdonnerte die SBB jedoch gleichzeitig dazu, 700 zusätzliche Veloparkplätze am Bahnhof zu realisieren. Im Oktober 2016 wurden 200 Abstellplätze fertiggestellt (siehe Bild). Die Anlage von der Planung bis zur Erstellung schlug 600'000 CHF zu Buche. Das Resultat ist eine Anlage, wo bis 200 Velos in einer Rinne einige Treppenstufen hochgeschoben und in engen Platzverhältnissen in doppelstöckige Abstellplätze versorgt werden können. Für E-Biker oder Velofahrer mit Gepäck kein leichtes Unterfangen. Keine 50 Meter entfernt liegt die 'Rostwurst' der PTT mit chronisch unterbelegten Autoabstellplätzen.

«In jeder anderen Stadt ist der Kanton am Bahnhof für neue Veloplätze und ihre Finanzierung zuständig. In Basel ist es aber anders» sagt Urs-Martin Koch, Netzentwicklung SBB. Es sei auch noch offen, ob der Kanton oder die SBB die neuen Abstellplätze im Velokonzept finanziere werde – das müsse noch ausgehandelt werden (siehe unten: Medienmitteilung).

Weitere 500 Veloparkplätze kommen in den Bereich Haupteingang unter den Centralbahnplatz, in dem bisher ein VIP-Autoparking befand. Die neuen Veloparkplätze sind doppelstöckig und kosten einen Franken am Tag. Die SBB investieren total 1,5 Millionen Franken. Damit sind für die SBB die Hausaufgaben betreffen Veloabstellplätzen gemacht.

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Velo-Elend Hinterbahnhof

Bei der Neugestaltung des Centralbahnplatzes wurde der Autoverkehr verboten und Veloabstellflächen ins UG verbannt. Das daraus hervorgegangene Veloparking am Bahnhof SBB ist vorbildlich, während die Situation beim Hinterbahnhof ungelöst bleibt. Unklar ist, ob der Bedarf an Veloabstellflächen für ein riesiges Einzugsgebiet gedeckt werden könnte. Beim Bau des 81-Meter hohen Meret-Oppenheim-Hochhauses der SBB wird es Veloparkplätze geben, wegfallen werden sie hingegen bei einer Gleiserweiterung unter der Passerelle. Der Planungshorizont ist damit noch in weiter Ferne. So sind die Margarethen- und Merianbrücke zu klein für die Erweiterung und müssten zuerst neu gebaut werden.

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Konzept für Veloabstellplätze am Bahnhof Basel SBB
20.10.2012

Die von SBB und Kanton Basel-Stadt angedachten Veloabstellanlagen befinden sich derzeit ausschliesslich auf Grundstücken der SBB. Realisiert werden sollen diese Anlagen vorwiegend im Zusammenhang mit anstehenden beziehungsweise noch zu planenden Grossprojekten von SBB Immobilien und SBB Infrastruktur – wie Gleisfelderweiterung, Gleisfeldquerung West bzw. Ost, RailCity Westflügel, Logistik MOS, Baufeld B – und gegebenenfalls mit weiteren städtebaulichen Entwicklungsprojekten Dritter. Zur Erfüllung der Vorgaben des Gegenvorschlages zur Städteinitiative ist der Kanton Basel-Stadt angehalten, den ÖV und den nicht motorisierten Individualverkehr zu stärken. Im Rahmen dieser Planungen sieht der Kanton deshalb die Realisierung zusätzlicher Veloabstellanlagen im Bahnhofsumfeld vor. Kosten für Erstellung, Betrieb und Unterhalt der Anlagen. Das vorliegende Konzept sieht keine Regelung vor, wie die Kosten für Erstellung, Betrieb und Unterhalt der angedachten Anlagen zwischen SBB und Kanton Basel-Stadt – sowie möglicherweise weiteren Beteiligten – aufgeteilt werden sollen.

Der Kostenteiler soll bei der allfälligen Planung und Realisierung einzelner Anlagen jeweils im Rahmen einer konkreten Vereinbarung verhandelt werden. Aus dem vorliegenden Konzept entstehen deshalb keine gegenseitigen verbindlichen Verpflichtungen zur Realisierung und Finanzierung einer definierten Anzahl Veloabstellplätze an den angegebenen Veloabstellanlagen.

http://www.medienmitteilungen.bs.ch (PDF)

Geschrieben von VELOP.CH am Samstag Juni 25, 2016